Quälerei gegenüber Tieren im Sport

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Sportarten, bei denen Tiere mit von der Partie sind, stehen seit jeher unter besonderer Beobachtung, was die Behandlung der Tiere angeht. Vor allem Schutzorganisationen haben ein waches Auge auf die Bedingungen, unter denen zum Beispiel Pferde ihre Rennen laufen müssen. In unserem Artikel werfen wir deshalb einen Rundumblick und erläutern verschiedene Standpunkte, die zu diesem Thema eine Rolle spielen.

Harsche Kritik beim Deutschen Derby 2016

Viel Kritik hat es bei Galopp-Pferderennen gegeben, besonders im Jahr 2016, als der Jockey Dario Vargiu seinen Hengst mit zahlreichen Peitschenschlägen zum Sieg beim Deutschen Derby führte. Die Situation hat mittlerweile ein extremes Ausmaß angenommen, denn noch immer ist nicht entschieden, ob Sieger und Zweitplatzierter disqualifiziert werden – und das seit nunmehr zwei Jahren. Eigentlich ist die Lage in den Augen vieler Pferdefreunde klar (von denen viele wahrscheinlich auch das ganze System des Galopprennens in Frage stellen): Erlaubt sind in der Rennordnung fünf Peitschenhiebe, doch die beiden Jockeys trieben ihre Pferde mit einer wesentlich höheren Anzahl an Schlägen an. Die logische Konsequenz wäre eine Disqualifikation, sollte man denken. Schließlich ist diese rohe Gewalt an den Pferden keineswegs zu tolerieren.

Doch da es hier auch um Prestige und eine große Menge Geld geht, sieht die Sache scheinbar nicht so einfach aus. Munkeleien über Korruption und Diffamierungen gegenüber Ställen machen seitdem die Runde. Am 03. Mai 2018 geht der Fall im Landgericht Köln weiter, denn dort ist eine mündliche Verhandlung zu dem Peitschengebrauch 2016 angesetzt. Auch in anderen Disziplinen des Pferdesports hagelt es von vielen Seiten oftmals Kritik. In der Dressur wird vor allem die „Rollkur“ bzw. Hyperflexion – das Ziehen des Pferdekopfes bis zur Brust – scharf kritisiert. Beim Springen und Vielseitigkeitsreiten sind es die vielen Hindernisse und Gefahren, die zu schweren Verletzungen und Todesfällen führen können bzw. schon geführt haben.

Stierkampf – Brutale Traditionsveranstaltung

Ob ein blutiges Spektakel, bei dem ein Tier regelrecht hingerichtet wird, als spanische Tradition verkauft werden kann, lässt eigentlich nur eine Antwort zu: nein. Die Stiere werden unter heftigen Qualen in der Arena getötet, nachdem sie bereits von Dolchen, Stöcken und Lanzen traktiert worden sind, sodass sie bereits vollkommen geschwächt und hochgradig verletzt sind. Auf einen schnellen Tod können diese Tiere nicht hoffen, denn am Ende steht ihnen meist ein langwieriger Todeskampf bevor.

Immerhin hat sich mittlerweile eine recht große Basis gebildet, die sich gegen Stierkämpfe ausspricht und mit Protestaktionen auf sich aufmerksam gemacht hat. Laut einer Umfrage stehen die Spanier selbst zum größten Teil nicht mehr hinter der qualvollen Tradition. Man kann nur hoffen, dass auf baldige Sicht die Stierkämpfe nicht nur in Teilen Spaniens, sondern im ganzen Land der Vergangenheit angehören werden.

Andere Sportarten, die Tieren schaden

Es gibt noch wesentlich mehr Aktivitäten, die sich als Sportart bezeichnen und dabei Tiere quälen. Denken wir an Jäger, die Tiere in ihrer Freizeit erschießen, Waljagden auf den Faröer-Inseln oder Artisten-Tiere, die zur Unterhaltung dienen sollen. Es lohnt sich, sich zu informieren und einzusetzen, wenn man ein Herz für Tiere hat und dafür sorgen will, dass grausame Sportaktivitäten mit Tieren ein Ende finden.