Tiere als Hilfe bei Depressionen

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Depressionen gehören zu den Gründen bei Berufsunfähigkeit, die in Deutschland am häufigsten vorkommen. Menschen aus einer Depression zu retten und sie zurück ins Leben zu holen, ist sehr schwierig und oft helfen die verschriebenen Anti-Depressiva Mittel nicht aus um dem Menschen neuen Lebensmut zu schenken. Wofür ein Therapeut viele Sitzungsstunden benötigt, schafft ein Tier jedoch in Sekundenschnelle: einen Menschen zum Lachen bringen. Gibt es also ein neues Anti-Depressiva Mittel auf vier Pfoten? Was genau dahinter steckt, erfährst du in diesem Artikel.

Haustiere sind oft die besten Freunde des Menschen und haben so eine ganz spezielle Verbindung zu ihnen. Zwar gibt es noch keine wissenschaftliche Studie, die belegt, dass Vierbeiner Depressionen heilen können, doch viele der an Depressionen leidenden Menschen zeigen deutlich, dass der Kontakt mit Tieren die Depressionen lindert. Der meist verwendete vierbeinige Therapeut ist der Hund. Doch auf welche Weise hilft der Hund den Menschen sich wohler zu fühlen? Was genau passiert da?

Tiergestützte Therapien

Die Hunde werden eingesetzt um Zeit mit den Patienten zu verbringen. Zu Beginn müssen Tier und Mensch eine Beziehung eingehen um sich gegenseitig zu verstehen. So soll der Hund positiv auf die Seele des Betroffenen wirken und ihn aus dem dunklen Loch der Depressionen herausziehen. Hunde nehmen anders wie Menschen Kontakt mit der Seele auf und können so ganz unvoreingenommen stimmungsaufhellend wirken und den Menschen aufheitern. Die Patienten werden von ihren Problemen abgelenkt und mit positiver Energie umgeben. So können Depressionen bekämpft werden.

Wirkung

Ein wichtiger positiver Faktor, wieso die Therapie mit Hunden wirkt, ist die große Aufmerksamkeit, die die Vierbeiner ihren Besitzern schenken. Der Betroffene entwickelt ein größeres Selbstvertrauen, da er vom Hund Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Liebe bekommt. Streicheleinheiten für den Hund gefallen nicht nur dem Vierbeiner, sondern führen auch dazu, dass der Mensch sich besser fühlt. Der Patient wird außerdem aus seinem tiefen Loch herausgelockt und ist nicht mehr alleine. Mit dem neuen Freund an der Seite verlässt der Betroffene auch öfters seine Komfortzone und macht einen Schritt hinaus in die Welt. Durch das Gassigehen kommt man wieder in Kontakt mit anderen Menschen und oft wirkt ein Hund als Eisbrecher für einen Gesprächsbeginn. Durch das Gassigehen im Freien wird der Betroffene aktiver und hat eine höhere körperliche Bewegung. Oft mangelt es Erkrankten an körperlichen Aktivitäten und sie kommen kaum aus dem Bett heraus.  

Erfolgsfaktor

Einer der Erfolgsfaktoren für Behandlungen mit Hunden ist die offene Art der Vierbeiner. Sie treffen ganz offen auf die Patienten, sind unvoreingenommen und freuen sich über die Aufmerksamkeit. Wichtig im Umgang mit Hunden ist auch, dass die Patienten direkt ihre Handlungen erleben. Ihr eigenes Verhalten spiegelt sich im Verhalten des Hundes wieder. Ein Tier kann zusätzlich auch als Motivation dienen um wieder auf die Beine zu kommen und neuen Lebensmut zu schöpfen. Viele Einrichtungen verwenden bereits Hunde um ihren Patienten eine gute Zeit zu geben. Der Umgang mit Hunden mindert nicht nur Stress und Angstzustände, sondern führt auch zur Steigerung des Selbstvertrauens. Ein Tier hat außerdem eine beruhigende Wirkung und kann so den Blutdruck und Kortisolspiegel im Blut senken.