Warum man Haustiere adoptieren sollte anstatt sie zu kaufen?

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In mehr als einem Drittel der deutschen Haushalte leben circa 30 Millionen Haustiere. Die beliebtesten darunter sind Hunde und Katzen. Jeder liebt sein Haustier, doch jährlich landen trotzdem über 300.000 Tiere in deutschen Tierheimen. Gründe für die Weggabe sind meist Zeitmangel, Falschkauf, lässt sich nicht mehr streicheln oder ähnliches. Tiere sind keine Gebrauchsgegenstände, die man einfach wegwerfen kann, sie benötigen Zeit, Geld und Liebe. Die Tierheime sind zum Bersten voll und tausende von Tieren warten auf ein neues Zuhause. Wieso man also ein Tier adoptieren sollte anstatt es zu kaufen, erfährst du in diesem Artikel am Beispiel eines Hundes.

Kosten

Die Kosten für eine Adoption sind deutlich geringer als für den Kauf eines Zuchthundes. Ein Zuchthund kann je nach Rasse mehrere hundert bis mehrere tausend Euro kosten. Eine Adoption hingegen kostet so gut wie nichts. Man benötigt nur etwas Zeit und Nerven bis der richtige Hund gefunden wird. Hat man den passenden Vierbeiner gefunden, müssen noch einige Dokumente ausgefüllt und eine Schutzgebühr bezahlt werden, dann kann das neue Haustier mit nach Hause kommen.

Passender Hund

So verschieden die Menschen sind, so verschieden sind auch die Hunde. Einen passenden Hund zu finden ist sehr wichtig, sodass er nicht nach ein paar Wochen im nächsten Tierheim abgegeben wird. Deshalb achten seriöse Tierheime sehr darauf, dass der Halter zum Tier passt und nicht andersherum. So werden vor der Auswahl umfangreiche Gespräche geführt um charakterlich passende Tiere zu finden. Die Mitarbeiter im Tierheim kennen die Hunde und ihre Angewohnheiten und unterstützen potentielle Retter sehr gerne, so kauft man nicht die Katze im Sack. Es besteht meist auch die Möglichkeit mit dem Hund Gassi zu gehen oder ihn auf Probe mit nach Hause zu nehmen, so sieht man schnell ob man zusammenpasst oder nicht.

Schutz vor unseriösen Züchtern

Tiere sind nicht mehr nur die netten Haustiere und Freunde, sondern leider auch für viele ein boomendes Geschäft. Immer mehr unseriöse Züchter bieten Zuchthunde an, die unter den unmöglichsten Bedingungen gezüchtet und aufgezogen werden. Das Hauptziel dieser Züchter ist ausschließlich der Profit und das zum Leid der Tiere. Ein Tierheim möchte den Tieren helfen und sie schützen. Adoptiert man also einen Hund aus dem Tierheim schützt das vor unseriösen Züchtern.

Zweite Chance

Hat nicht jeder eine zweite Chance verdient? Wieso dann nicht auch ein Hund, der aus welchen Gründen auch immer im Tierheim gelandet ist. Es ist oft unklar wieso sich das Tier im Tierheim befindet – vielleicht wurde er ausgesetzt oder er hat sich einfach nur verlaufen. Möglicherweise ist der Vorbesitzer auch verstorben oder der Hund lebt schon immer auf der Straße. Der Grund ist prinzipiell egal, denn jedes Lebewesen hat es verdient zu Leben und deshalb sollte man den Tieren im Tierheim eine zweite Chance geben.

Hundeleben retten

Adoptiert man einen Hund aus dem Tierheim, rettet man nicht nur ein Hundeleben, sondern zwei. Denn die Plätze, die das Heim hat, sind begrenzt. Sobald einem Tier aus dem Tierheim ein neues Zuhause gewährt wird, bekommt also ein anderes Tier die Chance den Platz im Heim einzunehmen und gerettet zu werden.

Gesunder Hund

Tiere aus dem Tierheim haben meist einen schlechten Ruf. Die meisten Menschen denken, dass sie irgendeinen „Fehler“ haben müssen wieso sie dort gelandet sind. Viele denken sie seien nur die „zweite Wahl“ – krank, gestört oder alt. Doch in Wirklichkeit können in Tierheimen so manche Schätze gefunden werden. Bis ein neues Zuhause für die Tiere gefunden wird, sind sie im Tierheim aber in den besten Händen. Dort wird sich gut um sie gekümmert und sie erhalten die nötige medizinische Behandlung und Nahrung. Also kann ein zukünftiger Halter sich sicher sein, dass er ein gesundes und starkes Tier bekommt.